Mit Ádám verlieren wir nicht nur einen hochgeschätzten Kollegen, sondern vor allem einen Menschen, dessen Klugheit, Herzlichkeit und stille Zugewandtheit uns in Erinnerung bleiben werden.
Nachdem er verschiedene Lehraufträge für die Andrássy Universität Budapest (AUB) wahrgenommen hat, war er seit 2024 externes Mitglied des Zentrums für Demokratieforschung der AUB. Sein akademischer Weg führte ihn von einem Philosophiestudium an der Sorbonne über ein Studium der Politikwissenschaft an der Central European University bis zu seiner Promotion in politischer Philosophie an der Université Paris 7. Er lehrte und forschte in Passau, Budapest, Bratislava, Brünn, Sofia, Genf und Paris und verkörperte damit auf besondere Weise einen europäischen wissenschaftlichen Lebensweg.
In seiner Forschung beschäftigte sich Ádám vor allem mit Demokratie, politischer Philosophie, Geopolitik und politischer Kultur in Europa. Besonders interessierten ihn die Spannungen und Krisenerfahrungen des Kontinents, Fragen der regionalen Identität sowie die politischen und geistigen Entwicklungen in Mittel- und Südosteuropa. Seine Arbeit war von großer philosophischer Tiefe, historischer Sensibilität und einem feinen Gespür für die Widersprüche der Gegenwart geprägt.
Für uns war Ádám weit mehr als ein beeindruckender Wissenschaftler. Er war ein Kollege, Lehrer und Freund,, mit dem Gespräche stets bereichernd waren: aufmerksam, nachdenklich, zugewandt und von echter Neugier getragen. Er hörte genau hin, stellte kluge Fragen und begegnete anderen mit großer Freundlichkeit und Ernsthaftigkeit. Gerade diese Verbindung aus intellektueller Klarheit und menschlicher Wärme machte ihn für viele besonders.
Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Wir werden Ádám als feinsinnigen Denker, als warmherzigen Kollegen und als besonderen Menschen in Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.
Seine Kolleg*innen vom Zentrum für Demokratieforschung
