Kooperation der Andrássy Universität Budapest (AUB) mit der Autonomen Region Trentino-Südtirol

Kooperation der Andrássy Universität Budapest (AUB) mit der Autonomen Region Trentino-Südtirol BeitragsbildKooperation der Andrássy Universität Budapest (AUB) mit der Autonomen Region Trentino-Südtirol Beitragsbild
Themenschwerpunkte der interdisziplinären Kooperation sind „Minderheiten“ und „Europäische Integration“, was in enger Zusammenarbeit mit den weiteren Projektpartnern, EURAC Research und Freie Universität Bozen verwirklicht wird.

Projektleiter(Innen): Prof. Dr. Ellen BOS

Wissenschaftsbereich(e): Geschichtswissenschaft | Inter- und transdisziplinäre Forschung | Politikwissenschaft | Rechtswissenschaft | Wirtschaftswissenschaft

Status des Projektes: Aktiv

forschungsschwerpunkt: Forschungsschwerpunkt 1: Europäische Integrationsprozesse; Forschungsschwerpunkt 2: Transformationsprozesse, Qualität von Demokratien und Wirtschaftssystemen; Forschungsschwerpunkt 3: Identitätsbildung: Nationalitäten, Kulturen und Minderheiten

Projektbeginn: 2010

Projektende: 2026

Das von der Autonomen Region Trentino-Südtirol finanzierte Projekt dient der Förderung der Kooperation zwischen der Andrássy Universität Budapest (AUB) und den Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Euregio Tirol–Südtirol–Trentino (TS). Das Ziel der Kooperation ist eine langfristige interdisziplinäre und interregionale Partnerschaft zur Förderung von deutschsprachiger Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Vernetzung im europäischen Kontext.

Projektpartner sind die Autonome Region Trentino-Südtirol, die AUB, Eurac research und die Freie Universität Bozen.

Im Mittelpunkt steht die Stärkung der europäischen Integration, insbesondere in den Themenschwerpunkten Minderheiten, regionale Kooperation und transnationale Zusammenarbeit. Die Kooperation verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit praxisorientierten Impulsen und fördert den Austausch zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen und akademischen Kulturen.

 Zentrale Elemente der Zusammenarbeit

Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium (IDK)

Das regelmäßig stattfindende Kolloquium bildet das Herzstück der Kooperation. Es bietet DoktorandInnen und WissenschaftlerInnen aus den Partnerinstitutionen eine Plattform für:

  • die gezielte Förderung von Doktorand:innen insbesondere durch den fachübergreifenden Austausch über ihre Promotionsprojekte, ihre Einbindung in Forschungsnetzwerke und Softskill-Angebote,
  • die Entwicklung gemeinsamer Forschungs- und Projektideen,
  • den Aufbau und die Pflege internationaler wissenschaftlicher Netzwerke,
  • die offene Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Ansätzen in Forschung und Lehre.

Das IDK ist curricular in die Doktorandenausbildung der AUB eingebunden und verbindet akademische Diskussionen mit praxisnahen Workshops und Impulsvorträgen.

Austausch von Lehr- und Forschungspersonal

Lehrende und Forschende der Partnerinstitutionen wirken wechselseitig in Lehrveranstaltungen, Kolloquien und Konferenzen mit. Dies fördert den Know-how-Transfer, erweitert Perspektiven in der Lehre und stärkt die institutionelle Zusammenarbeit.

Die Zusammenarbeit steht für:

  • Interdisziplinarität und Transdisziplinarität
  • Internationale Vernetzung im europäischen Raum
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis
  • Stärkung der Euregio als gemeinsamer Wissenschafts- und Bildungsraum

19. Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium – Bozen (EURAC Research)

Das 19. IDK stand im Zeichen der Frage nach einer europäischen „Zeitenwende“ und der Zukunft der Nachkriegsordnung. In Impulsvorträgen und Fallstudien wurde Europa aus historischer, politikwissenschaftlicher und regionalpolitischer Perspektive beleuchtet – mit besonderem Fokus auf Südtirol als Modellregion für Minderheitenschutz, Selbstverwaltung und grenzüberschreitende Integration. Im Zentrum des Kolloquiums standen die interdisziplinären Diskussionen zu laufenden Promotionsprojekten aus der Politikwissenschaft und den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, die sich mit europäischer Identität, Migration, geopolitischen Entwicklungen, gesellschaftlichem Wandel, Kultur- und Wirtschaftsdynamiken befassten. Der Austausch verband makropolitische Fragestellungen mit regionalen und transnationalen Perspektiven und unterstrich das Potenzial fachübergreifender Forschung und nachhaltiger akademischer Vernetzung im europäischen Raum.

20. Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium – Budapest (Andrássy Universität)

Das 20. IDK widmete sich den Herausforderungen von Desinformation, Fake News und Hate Speech für Demokratie und öffentliche Debatten in Europa. Eröffnungsvorträge und internationale Impulse beleuchteten hybride Bedrohungen, politische Kommunikationsstrategien und die Grenzen demokratischer Diskurse in vergleichender Perspektive. In mehreren Panels präsentierten Doktorand:innen ihre Forschungsarbeiten zu Themen wie politischer Mobilisierung in sozialen Medien, Minderheitenrechten, Innovations- und Verwaltungsforschung, europäischer Geopolitik, Grenz- und Migrationspolitik sowie Kultur- und Geschichtsdarstellungen. Ergänzt wurde das wissenschaftliche Programm durch praxisorientierte Soft-Skill-Formate zur Datenvisualisierung, die den methodischen Austausch und die Anwendungsorientierung der Doktorandenausbildung stärkten. Das Kolloquium diente erneut als Plattform für interdisziplinären Dialog, internationale Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer europäischer Forschungsperspektiven.

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