Unter dem Titel „Demokratie neu denken“ widmet sich das diesjährige BIP den aktuellen Krisenerscheinungen demokratischer Ordnungen. Technologischer Wandel wie das Aufkommen neuer Medien, sinkendes Vertrauen in politische Institutionen, gesellschaftliche Polarisierung, demokratische Erosionsprozesse sowie der Aufstieg populistischer und autoritärer Akteure stellen zentrale Herausforderungen für die demokratische Legitimation und Funktionsfähigkeit von Demokratien dar. Zugleich gerät die regelbasierte internationale Ordnung durch das Erstarken und die verstärkte Zusammenarbeit autoritärer Regierungen zunehmend unter Druck. Damit wächst auch der externe Druck auf demokratische Systeme, wodurch sich auch die EU mit neuen, komplexen Herausforderungen konfrontiert sieht.
Vor diesem Hintergrund analysiert das BIP zentrale Diagnosen und Krisendiskurse zur Lage der Demokratie. Im Mittelpunkt steht zum einen die Frage, ob und inwiefern etablierte demokratische Paradigmen an Erklärungskraft verloren haben. Zum anderen werden die Auswirkungen technischer Innovationen, digitaler Öffentlichkeit und Desinformation untersucht. Der „neue Strukturwandel der Öffentlichkeit“ wird dabei sowohl als Risiko für demokratische Willensbildung als auch als potenzielle Chance für neue Formen politischer Partizipation verstanden.
Ziel des BIPs ist jedoch nicht eine bloße Bestandsaufnahme: Gemeinsam sollen auch Wege zur Revitalisierung der Demokratie in Europa, insbesondere auch in Ost- und Mitteleuropa, ,,ausgelotet“ werden. Dabei rückt einerseits die Rolle von zivilgesellschaftlicher Partizipation und neuen Formen demokratischer Praxis in den Fokus. Andererseits werden die Herausforderungen und Lösungsoptionen bei der Wiederherstellung von demokratischen Verhältnissen nach Phasen des “democratic backsliding” untersucht. Unter dem Leitbegriff „Restoring Democracy“ werden schließlich Perspektiven zur nachhaltigen Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie in Europa entwickelt.
Thematische Schwerpunkte:
- “Paradigm lost”? Diagnosen und Krisendiskurse zur Lage der Demokratie
- Technische Innovationen, digitale Öffentlichkeit und Desinformation – Der “neue Strukturwandel der Öffentlichkeit” als Chance und Risiko für die Demokratie in Europa
- Zivilgesellschaft und Partizipation als Hoffnungsträger?Revitalisierung der Demokratiedurch demokratische Innovationen
- “Restoring Democracy”: Wege aus der demokratischen Erosion
Die internationale Zusammensetzung der Partner schafft einen Raum für den Austausch unterschiedlicher nationaler Blickwinkel und deren Zusammenführung in einer gemeinsamen europäischen (!) Perspektive.
TERMINE
Präsenzphase in Budapest
- 24. August bis 29. August 2026 (Anreise: 23.08., Abreise: 30.08.2026)
Zentrale Online-Termine:
- 12., 19. und 26. Juni 2026 (Vorbereitung)
- XX. September 2026 (Nachbereitung)
Partneruniversitäten des BIPs und Kontakt:
- Andrássy Universität Budapest (HU)
bip@andrassyuni.hu - Bergische Universität Wuppertal (DE)
schmale@uni-wuppertal.de - Hochschule Kehl (DE)
eisenbarth@hs-kehl.de - Hochschule Burgendland (AT)
veranstaltung@hochschule-burgendland.at (Betr.: Summer School Budapest) - Babes Bolyai Universität Klausenburg (RO)
roxana.stoenescu@ubbcluj.ro - Westböhmische Universität Pilsen (CZ)
rosulek@ff.zcu.cz
BEWERBUNG
BürgerInnen der Partneruniversitäten bewerben sich bis zum 15. Mai 2026 direkt an ihrer Heimatuniversität
Einzureichende Unterlagen:
- Tabellarischer Lebenslauf
- Motivationsschreiben (max. 2 Seiten)
Kontakt: bip@aub.eu