Jubiläumsfeier der Andrássy Universität Budapest

Am Mittwoch, den 11. März 2026, feierte die Andrássy Universität Budapest (AUB) ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsveranstaltung im Spiegelsaal der Universität.

Mehr als 160 Gäste nahmen an der Feier teil, darunter Vertreterinnen und Vertretern der Universitätsgremien, Ministerien der Partnerländer, von Botschaften, Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie von Stiftungen. Auch Alumni, Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität waren anwesend und unterstrichen damit ihre enge Verbundenheit mit der AUB.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Begrüßung durch den Rektor der AUB, Prof. Dr. Zoltán Tibor Pállinger. In seiner Rede blickte er auf die Entstehungsgeschichte der Universität zurück und ordnete sie in den größeren Kontext der europäischen Integration ein. Als symbolischen Einstieg griff er auf die Graphic Novel „Idée“ des belgischen Künstlers Frans Masereel zurück. Die darin dargestellte Geschichte einer Idee, die trotz Widerständen ihren Weg in die Welt findet, sei eine passende Metapher für die Gründung und Entwicklung der AUB.

Der Rektor erinnerte an die Ulmer Erklärung vom 22. Februar 2001, die den Grundstein für die Gründung der Universität legte. Von Beginn an sei die AUB als multinationales Projekt konzipiert worden, getragen von Partnern aus Ungarn, Österreich sowie den deutschen Bundesländern Baden Württemberg und Bayern, später kam auch Deutschland als weiterer Partner hinzu. Mittlerweile unterstützen auch  die Schweiz und Trentino Südtirol die Universität in der einen anderen Form. Ziel bei der Gründung sei es gewesen, eine deutschsprachige Universität in Mitteleuropa zu schaffen, die zur europäischen Integration der Region beiträgt und Studierende zu Fachkräften mit europäischer Perspektive ausbildet.

Im Anschluss stellte Prof. Pállinger die Festrednerin der Veranstaltung vor und übergab das Wort an Botschafterin Dr. Elisabeth Kornfeind.

In ihrer Festrede erinnerte. Kornfeind daran, dass sich Europa seit der Gründung der AUB erheblich verändert hat. Besonders prägend sei die Osterweiterung der Europäischen Union (EU) gewesen, die nicht nur die geografische Ausdehnung der Union veränderte, sondern auch neue Formen der Zusammenarbeit erforderte. Zugleich sei die damals bevorstehende EU-Osterweiterung ein wichtiger Impuls für die Gründung der AUB gewesen, die dazu beitragen sollte, den mitteleuropäischen Raum stärker in den europäischen Integrationsprozess einzubinden.

Die Rednerin betonte, dass regionale Kooperationen innerhalb der EU heute eine immer wichtigere Rolle spielen. Gerade in Zeiten politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen könne Zusammenarbeit auf regionaler Ebene einen wichtigen Beitrag zu Stabilität und Fortschritt leisten. Ein oft unterschätzter Faktor sei dabei die gemeinsame Sprache, die ein Gefühl kultureller Verbundenheit schaffen und den Austausch erleichtern könne. Vor diesem Hintergrund würdigte die Botschafterin die AUB als die einzige vollständig deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums und als einen Ort des Dialogs, der wissenschaftlichen Kooperation und des europäischen Austauschs.

Nach der Festrede sorgte der Gitarrist Bence Szigeti für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Er spielte das Stück „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tárrega, das vom Publikum mit großem Applaus gewürdigt wurde.

Die Veranstaltung, wurde mit einem Empfang abgeschlossen, wo die Diskussion im informellen Rahmen fortgesetzt werden konnte. Insgesamt bot die Veranstaltung eine willkommene Gelegenheit, sowohl auf die vergangenen 25 Jahre der Andrássy Universität Budapest zurückzublicken als auch den Blick in die Zukunft zu richten. Als internationale deutschsprachige Universität im Herzen Mitteleuropas bleibt sie ein wichtiger Ort für wissenschaftlichen Austausch, europäische Zusammenarbeit und die Ausbildung künftiger Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.

Galerie – 2026-03-11 Jubiläumsfeier

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