Kommunale Vertreter aus Baden-Württemberg zu Gast an der Andrássy Universität Budapest

Im Rahmen eines Austauschbesuchs informierte sich eine Delegation aus Baden-Württemberg an der Andrássy Universität Budapest über deren Rolle im mitteleuropäischen Wissenschaftsdialog.

Im Rahmen einer mehrtägigen Reise nach Ungarn besuchte eine Gruppe baden-württembergischer Kommunalpolitiker, bestehend aus mehreren Oberbürgermeistern, Bürgermeistern sowie einem Landrat, die Andrássy Universität Budapest. Ziel des Besuchs war es, die einzige vollständig deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums als bedeutenden Akteur im akademischen und politischen Diskurs Mitteleuropas näher kennenzulernen und in einen direkten Erfahrungsaustausch mit Wissenschaftlern vor Ort zu treten.

Zur Eröffnung der Veranstaltung begrüßte der Rektor der Andrássy Universität Budapest, Prof. Dr. Zoltán Tibor Pállinger, die Gäste aus Süddeutschland. In seiner Einführung hob er den besonderen Stellenwert der Universität hervor und erläuterte ihre Aufgabe, Brücken zwischen Kulturen und politischen Systemen zu schlagen. Im anschließenden Gespräch mit den Delegationsmitgliedern wurden aktuelle hochschulpolitische Themen sowie die Rolle der Einrichtung im Rahmen der deutsch-ungarischen Beziehungen vertieft.

Das fachliche Programm wurde durch drei fundierte Impulsvorträge gestaltet, die die Grundlage für eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung bildeten. Den Auftakt machte Dr. Melani Barlai mit Ihrem Impulsvortrag über die Wahlen in Budapest, gefolgt von Prof. Dr. Ellen Bos, die mit ihrem Referat zum Thema „Neustart in der EU? Der Machtwechsel in Ungarn und seine Folgen für die europäische Zusammenarbeit”, eine analytische Perspektive auf die aktuelle politische Lage einnehmen. Dieser Programmpunkt stieß auf besonderes Interesse und mündete in einer hitzigen wie spannenden Diskussion, in der die Gäste die Auswirkungen der geschilderten Entwicklungen auf die europäische Integrität und die kommunale Zusammenarbeit hinterfragen.

Den Abschluss bildete der Vortrag der österreichischen Expertin Dr. Christina Eva Griessler, die über die Potenziale und Herausforderungen der regionalen Kooperation in Mittel-, Ost- und Südeuropa referierte. Auch hier zeigten sich die Gäste aus dem Süden Deutschlands äußerst diskussionsfreudig und brachten ihre praxisnahen Perspektiven in die Fragerunden ein. Der Austausch verdeutlichte einmal mehr die Relevanz des direkten Dialogs zwischen kommunaler Praxis und akademischer Analyse, um ein differenziertes Bild der politischen Realitäten in Ostmitteleuropa zu gewinnen.

Tim STEUDTNER

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