Ungarn hat insbesondere die historisch belasteten Beziehungen zu Serbien verbessert. Doch auch mit Staaten wie Albanien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien bestehen regelmäßiger Austausch sowie fachliche sowie technische Unterstützung für den EU-Beitrittsprozess. Die EU-Erweiterung um die Staaten des Westbalkans sowie der EU-Beitritt Moldawiens und Georgiens gehören zu den außenpolitischen Prioritäten Ungarns. Dagegen ist ein EU-Beitritt der Ukraine für die Orbán-Regierung nicht akzeptabel.
Die Region des Westbalkans ist für Ungarn wichtig, da sich die Staaten in direkter Nachbarschaft befinden, was eine Zusammenarbeit unerlässlich macht, besonders in den Bereichen der grenzübergreifenden Infrastruktur, des Handels, der Wirtschaft, und insbesondere bei Minderheitenfragen. Von den Westbalkanstaaten selbst wird die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung bei den technischen Fragen der EU-Integration besonders betont und gelobt. Trotzdem stellt sich die Frage, wie ein Staat die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung bei den Kandidatenländern unterstützen will, wenn er selbst in diesem Bereich seit Jahren in den internationalen Rankings herabgestuft wird.
Laut Huntington (1991) befinden wir uns in der dritten „reverse wave“ der Demokratisierung, die um 2006 einsetzte. Diese Welle der De-Demokratisierung wird durch autokratische Staaten und „gleichdenkende“ Regime unterstützt, die daran arbeiten, die westliche Demokratie zu schwächen. Staaten, die autokratische Werte und Ideale verbreiten und demokratische Strukturen untergraben wollen, tragen zu einem „reverse snowballing“ (Huntington, 199, 18) bei, also zur Verbreitung autokratischer Werte.
Dieser Trend stellt die EU vor eine Herausforderung. Denn die EU ist nicht nur eine Vereinigung demokratischer Staaten, sondern sie hat sich zudem das Ziel gesetzt, die Werte von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grund- und Freiheitsrechte auf Drittstaaten zu übertragen. Das betrifft insbesondere jene Staaten, die der EU beitreten wollen. Im Rahmen des EU-Beitrittsprozesses wird deshalb ganz bewusst ein Fokus auf Rechtsstaatlichkeit, Justiz und Grundrechte, individuelle Rechte und Freiheiten (Kapitel 23 und 24) gelegt.
Der Blogbeitrag gibt einen Überblick über die Beziehungen der Orbán-Regierung zu den Westbalkanstaaten. Zum Schluss werden Perspektiven für eine neue Westbalkan-Politik aufgezeigt, die nach einer Abwahl der Orbán Regierung bei den Wahlen am 12. April 2026 unter einer TISZA-Regierung zu erwarten wäre.
Demokratie im Abstieg
Die Daten des Bertelsmann Transformationsindex (BTI) von 2006 bis 2026 machen erkenntlich, dass sich in den letzten Jahren unterschiedliche Krisen, von der Finanzkrise (ab 2008), der Migrationskrise (ab 2015), der COVID-Pandemie (ab 2020) bis zur illegalen Invasion Russlands in der Ukraine (ab 2022), negativ auf die Qualität der Demokratie auswirkten. Die Staaten des Westbalkans (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien) haben laut der unterschiedlichen Indizes seit dem Systemwechsel Anfang der 1990er Jahre nie den Status einer konsolidierten Demokratie erreicht und die erzielten Erfolge der Demokratisierung gingen in den Jahren nach 2010 wieder verloren (vgl. Abb. 1). In seinem letzten Bericht von März 2026 stufte der BTI Albanien, Kosovo Montenegro und Nordmazedonien als defekte Demokratien ein, Bosnien-Herzegowina als stark defekte Demokratie und Serbien als gemäßigtes autokratisches Regime. Damit befindet sich Ungarn in guter Gesellschaft, da es selbst als defekte Demokratie kategorisiert wird (Bertelsmann Transformationsindex 2026b).
Demokratische Rückschritte (democratic backsliding) können durchaus mit bestimmten Politikern in der Region in Zusammenhang gebracht werden. Die demokratische Krise in der damaligen Republik Mazedonien (ab 2019 Nordmazedonien) von 2006 bis 2018 ist dem autokratischen Führungsstil unter Premierminister Gruevski zuzuschreiben. Der Einbruch der demokratischen Werte in Albanien von 2010 bis 2014 muss im Zusammenhang mit der Regierung unter Sali Berisha gesehen werden. Bosnien-Herzegowina tut sich schwer, notwendige verfassungsmäßige Reformen umzusetzen, da die Führung der Republika Srpska, die einen integrativen Bestandteil Bosnien-Herzegowinas darstellt, jegliche Politik behindert, die den Gesamtstaat fördern würde. Der ehemalige Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, war bis jetzt ein gern gesehener Gast in Budapest. Serbiens demokratische Regression ab 2012 ist dem jetzigen Präsidenten Aleksandar Vučić zuzuschreiben. (Bertelsmann Transformationsindex 2026a). Es ist nicht zu übersehen, dass sich Orbán gerade mit Vučić, Gruevski, Dodik und dem derzeitigen albanischen Premierminister Edi Rama gut vernetzt hat.
Abbildung 1: Demokratische Entwicklung von 2006-2026

Quelle: Bertelsmann Transformationsindex (2026c), URL: https://bti-project.org/de/downloads-1 (Stand 02.04.2026).
Während sich die Daten in Nordmazedonien aufgrund der Ablösung der Gruevski-Regierung 2017 mittlerweile wieder verbessert haben und auch in Bosnien- Herzegowina zum ersten Mal seit 2006 eine positive Entwicklung erkennbar ist, scheint der negative Trend Serbiens sich fortzusetzen.
Orbáns Balkanpolitik
Orbáns politischer Diskurs basiert auf der Ablehnung „westlicher“ liberaler Ideen, der Förderung traditioneller, sozialkonservativer Werte, der Verteidigung eines christlichen Europas und der Fokussierung auf nationale Interessen. Die Kompetenzen der Mitgliedstaaten innerhalb der EU sollten gestärkt und der Einfluss „Brüssels“ auf die Innenpolitik der Mitgliedstaaten begrenzt werden. In seiner Rede zur Lage der Nation im Februar 2026 formulierte Orbán dies entsprechend so: “We have always known that our real opponents are not the opposition parties in Hungary […]. Our opponents are their masters in Brussels. […] When necessary, they will use the Soviet hammer and sickle, and when necessary, the stars of the EU” (Orbán 14.02.2026). Auch der ungarische Außenminister Péter Szijjarto fällt durch negative Aussagen gegenüber Brüssel (und mittlerweile auch Deutschland) auf sowie durch seine engen Beziehungen zum Kreml (Griera 31.03.2026).
Vor dem Hintergrund der langjährigen Anti-EU-Kampagne drängt sich die Frage auf, warum Ungarn den EU-Beitritt der Staaten des Westbalkans überhaupt unterstützt, wenn die EU-Mitgliedschaft vor allem Nachteile zu haben scheint? Huszka (2017, 593) argumentiert, dass die Westbalkan-Erweiterung aufgrund der geographischen Nähe, der ungarischen Minderheit in Serbien, sowie der starken wirtschaftlichen Beziehungen zu den Balkanstaaten, ein Eigeninteresse Ungarns darstellt. Außerdem gewinne die ungarische Regierung durch die Aufnahme der Westbalkanstaaten zur EU neue Partner, die ihre Ideologie des illiberalen Populismus und Nationalismus teilen. Orbán spricht das Ziel der ideologischen Einfärbung der EU in aller Öffentlichkeit an: “We make no secret of these goals. We speak openly about our desire to take control of the European Union. We want to take over and transform the Brussels centre. We want a union that is an alliance of sovereign nations” (Orbán 23.03.2026). Orbáns Ziel ist es, eine anti-liberale Mehrheit innerhalb der EU zu bilden. Zusätzlich können bei einer Westbalkan-Erweiterung die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Region und Ungarn weiter ausgebaut werden. Die Verbindungen sind für Ungarns Regierung finanziell und politisch nützlich, insbesondere wenn Gelder auf intransparente Weise in die Region transferiert werden und politische Entscheidungen dadurch beeinflusst werden können. Die Phänomene der „state capture“, die staatlich unterstützte Korruption und der Ausbau von klientelistischen Netzwerken sind in der Region wie auch in Ungarn anzutreffen und ergänzen sich mit einer stark top-down geprägten Politik und den Interessen der „starken“ Männern.
Serbien
Für Orbán ist Serbien aufgrund der direkten Nachbarschaft und seiner persönlichen Beziehungen zu Präsident Aleksandar Vučić der wichtigste Partner in der Region. Auf politischer Ebene halten beide Regierungen seit 2014 regelmäßig gemeinsame Sitzungen ab. Im September 2021 unterzeichneten sie ein strategisches Partnerschaftsabkommen (Ministry of Foreign Affairs, Republic of Serbia, 08.09.2021). 2023 richteten beide Länder einen gemeinsamenSerbia-Hungary Strategic Cooperation Council ein, um strategisch wichtige Energieinfrastruktur zu verbessern und auszubauen, sowie die Kooperation bei Grenzübertritten zu vertiefen, die Innovation in beiden Ländern zu fördern und die Wirtschaft zu modernisieren (Ministry of Foreign Affairs, Republic of Serbia, 13.02.2025).
Die ungarische Minderheit, insbesondere die Allianz der Vojvodina-Ungarn(Vajdasági Magyar Szövetség, VMSZ), unterstützt die Politik Vučićs und ist seit 2014 Teil der serbischen Regierungskoalition (Ungarn heute, 18.12.2023). Die politische Zusammenarbeit der VMSZ mit der serbischen Regierung wird begleitet von ungarischen staatlichen Investitionen in der Vojvodina, wobei die meisten den Mitgliedern der VMSZ zu Gute kommen (Átlátszó, 13.02.2023). Ungarns Investitionstätigkeiten in der Vojvodina werden intransparent gehandhabt, (Átlátszó20.10.2018), so dass der Eindruck entsteht, dass die VMSZ für die Machterhaltung von Vučić missbraucht wird.
Die bestehenden politischen Kontakte förderten zwar den Ausbau und die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, jedoch bleibt aufgrund der Intransparenz bei der Vergabe der Finanzmittel unklar, inwieweit die Orbán-Regierung durch den Aufbau von wirtschaftlichen und politischen Netzwerken in der Vojvodina eine „state capture“-Politik betreibt, d.h. eine Einvernahme von staatlichen Institutionen zum persönlichen Zweck. Hinzu kommt die Unterstützung des serbischen Präsidenten, der sein Land und die Wirtschaft seit langem unter Kontrolle hat, woraus sich wohl für alle Beteiligten einige Vorteile ergeben. Offensichtlich ist, dass die enge politische Zusammenarbeit durchaus negative Entwicklungen der Demokratien in beiden Ländern begünstigt.
Albanien
Der albanische Premierminister Edi Rama ist seit 2013 im Amt und kann trotz massiver Vorwürfe von Korruption und Geldwäsche in der Regierung auf eine positive demokratische Entwicklung sowie auf umgesetzte EU-Reformen in Albanien verweisen. Unter anderem richtete die Rama-Regierung zur Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität die Sonderstaatsanwaltschaft (SPAK) ein. Als diese jedoch Ermittlungen gegen seine Stellvertreterin Belinda Balluku einleitete, versuchte die Regierung, die Untersuchungen der SPAK zu vereiteln (European Western Balkan, 12.03.2026). Trotz dieser Probleme wird Orbán seinen Amtskollegen Edi Rama politisch weiterhin unterstützen.
Neben fachlich-technischer Unterstützung für den EU-Beitritt stellte Ungarn Albanien auch finanzielle Mittel zur Verfügung Außerdem wurde im Juli 2021 die Hungarian-Albanian Intergovernmental Joint Commission on Economic Cooperation (JCEC) eingerichtet, um die bilaterale wirtschaftliche Kooperation zu stärken. Mittlerweile hat sich Ungarn zum wichtigsten Investor im Bankwesen (OTP), Telekommunikation (4IG PLC) und Tourismus (Wizz Air) entwickelt (Koçollari/Ryoko Drávucz 2022). Im Juni 2023 wurde zusätzlich ein bilaterales Abkommen über eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich des Wassermanagements und beim Beitrittsprozess Albaniens in Tirana unterzeichnet. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen werden von beiden Seiten als positiv eingestuft. Öffentlich sprach sich Orbán für einen baldigen EU-Beitritt Albaniens aus. Auch bei einem Regierungswechsel in Budapest oder Tirana scheint die gute bestehende wirtschaftliche Zusammenarbeit Priorität zu haben und wird wohl weiterhin Bestand haben.
Nordmazedonien
Der ehemalige mazedonische Premierminister Nikola Gruevski, ehemals VMRO-DPMNE, erhielt 2018 politisches Asyl in Ungarn und hält sich seitdem in Budapest auf. Gruevski, der während seiner Regierungszeit von 2006 bis 2017 autoritär regierte und schlussendlich unter dem Druck der Bevölkerung und der EU seinen Platz als Premierminister räumen musste, wurde im Zusammenhang mit Korruptionsfällen angezeigt und schuldig gesprochen. Deshalb verließ er das Land, wobei ihm sein politischer Freund Orbán half.
Trotz des Falls Gruevskis versuchten beide Länder auch unter der sozialdemokratischen Regierung gute Beziehungen zu pflegen. Und Orbán erklärte immer seine Unterstützung für einen EU-Beitritt Nordmazedoniens. Jedoch unterstütze Orbán den damaligen Oppositionsführer Hristijan Mickoski von der VMRO-DPMNE politisch und finanziell, um einen loyalen Verbündeten zu haben. Seit 2024 stellt die konservative VMRO-DPMNE die Regierung. Zwischen Orbán und Mickoski fanden einige persönliche Treffen statt. Ungarn und Nordmazedonien arbeiten in wirtschaftlichen Angelegenheiten im Rahmen der Hungarian-Macedonian Joint Commission on Economic Cooperation (JEC) zusammen. Zusätzlich wurde ein Kooperationsvertrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit von beiden Staaten auf der vierten Sitzung des JEC unterzeichnet.
Während eines Besuch Orbáns in Nordmazedonien im September 2024 stellte er einen zwischenstaatlichen Kredit in der Höhe von 500 Mio. Euro als finanzielle Unterstützung zur Verfügung (Centre for Western Balkan Studies, 30.09.2024). Mit der neuen VMRO-DPMNE-Regierung erhofft sich die Regierung, die wirtschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen. Ungarn ist zwar ein bedeutender Handelspartner, aber zählt nicht zu wichtigsten Investoren des Landes. Ziel ist es, die ungarischen Investitionen zu erhöhen, da einige Möglichkeiten im Telekommunikationsbereich, in der Landwirtschaft und im Energiebereich identifiziert wurden (Cintia/Orosz/Ármás 2024:2). Der nordmazedonische Premierminister Mickoski besuchte erst Ende März 2026 Budapest und hielt einen Vortrag zur strategischen ungarisch-mazedonischen Partnerschaft am Mathias Corvinus Collegium (MCC). Eine Abwahl Orbáns wäre für die VMRO-DPMNE ein herber Verlust eines loyalen Partners, wobei die wirtschaftlichen Beziehungen weiterhin ausgebaut werden würden, nur vielleicht ohne staatliche Kredite aus Ungarn.
Bosnien-Herzegowina
Die Beziehungen zwischen Bosnien-Herzegowina und Ungarn sind komplex, da Ungarn einerseits den EU-Beitritt des Landes unterstützt, aber gleichzeitig gute Beziehungen zum separatistischen Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, pflegt, der Reformen hinsichtlich eines EU-Beitritts behindert. Orbáns Name wurde im März und April 2021 mit inoffiziellen Dokumenten im Zusammenhang gebracht, die eine Teilung Bosnien-Herzegowinas entlang ethnischer Linien vorschlugen (Inotai/Latal, 09.11.2021). Die Kontakte zwischen Orbán und Dodik, die vom serbischen Präsidenten Vučić vermittelt wurden, bahnten sich 2019 an (Átlátszó Vajdaság, 06.02.2025). Orbáns Besuch bei Dodik im November 2021 nährte den Verdacht, dass er die serbische Forderung nach einer Abspaltung der Republika Srpska unterstützen würde. Dodik drohte immer wieder mit der Unabhängigkeit der Republik Srpska, widersetzte sich den Anordnungen des Hohen Repräsentanten und verletzte damit das Dayton-Abkommen von 1995. Während die USA 2022 Dodik mit Sanktionen belegte, unterstützte Orbán das Regime durch einen 100 Mio. Euro Kredit und blockierte jegliche Sanktionen auf EU-Ebene (Mujanovic 05.01.2022).
Zusätzlich zu dem 100-Millionen-Kredit (bzw. 110 Mio.), der über die ungarische Staatsbank EXIM floss, wurde vom ungarischen Staat ein wirtschaftliches Entwicklungsprogramm für die Landwirtschaft eingeleitet. Für das Programm, das Klein- und Mittelbetrieben ermöglicht, eine Finanzierung für den Kauf von ungarischen landwirtschaftlichen Maschinen zu erhalten, wurde 2022 35 Mio. und 2023 nochmals zusätzliche 17 Mio. Euro von Ungarn zur Verfügung gestellt. Diese Finanzierung stand nur der Republika Srpska zur Verfügung (Inotai, 26.05.2023). 2024 wurde eine Finanzierung von Infrastrukturprojekten im Energiebereich in der Republika Srpska mit 140 Mio. Euro vereinbart. Es handelte sich zum Teil um Projekte, aus denen Deutschland sich zurückgezogen hatte (Reuters 05.04.2024).
Die Beziehungen zum Gesamtstaat Bosnien-Herzegowina sind trotz Orbáns administrativ-technischer Unterstützung zur Vorbereitung des EU-Beitritts als neutral einzustufen. Die offizielle Position Ungarns steht im Widerspruch zur großzügigen Unterstützung Dodiks. Eine bereits beschlossene Zusammenarbeit Bosnien-Herzegowinas mit der Ungarischen Diplomatischen Akademie, wobei 50 Expert*innen vom ungarischen Diplomatischen Dienst ausgebildet werden sollten, wurde im Mai 2025 kurzerhand von bosnischer Seite ausgesetzt, da Ungarn gegen die EU-Resolution zur Anerkennung der Morde in Srebrenica als Genozid stimmte. Der Konflikt konnte mittlerweile geklärt werden (Átlátszó Vajdaság, 06.02.2025). Doch auch bei der Besuchsdiplomatie ist erkennbar erkennen, wo die Präferenzen liegen: Dodik besuchte Ungarn 2019 und nahm im September 2021 als Redner am Demografie-Gipfel in Budapest teil. Im November 2021 traf Orbán Dodik, ohne sich mit EU-Politikern abzustimmen. Orbáns Vorliebe, Dodik in Banja Luka zu treffen und Sarajevo zu vernachlässigen, wird durchaus als diplomatischer Affront gewertet. Eine offizielle Reise Orbáns nach Bosnien-Herzegowina im Juni 2023 begann in Sarajevo, von wo aus er jedoch weiter nach Banja Luka reiste. Am 20. August 2023 wiederum war Dodik, ebenso wie Präsident Vučić, Gast bei der Leichtathletik-WM in Budapest. Im April erhielt Orbán von Dodik den Verdienstorden der Republika Srpska (About Hungary, 08.04.2024).
Anfang 2025 wurde bekannt, dass Orbán die ungarische Anti-Terroreinheit (TEK) in die Republika Srpska entsandte, um Dodik, der von einem bosnischen Gericht schuldig gesprochen wurde, sich den Anordnungen des Hohen Repräsentanten widersetzt zu haben, vor einer Verhaftung zu schützen. Die bis zu 70-Mann starke TEK-Truppe reiste in Bosnien-Herzegowina in ziviler Kleidung ein und hatte anscheinend den Auftrag Dodik aus dem Land zu bringen. Da es zu keiner Verhaftung Dodiks kam und das Vorhaben in der Öffentlichkeit bekannt wurde, erklärte die ungarische Seite den Einsatz als Polizeiübung (Panyi 06.03.2025).
Im Januar 2026, also kurz vor der Präsidentenwahl in der Republika Srpska, zu der Dodik nicht mehr antreten durfte, reiste er mit seiner Stellvertreterin Ana Trišić Babić nach Budapest um Orbán zu treffen (MIT 31.01.2026). Dodik ist es für sechs Jahre untersagt, ein politisches Amt auszuüben, weshalb sein Vertreter Siniša Karan im Februar 2026 zum Präsidenten der Republika Srpska gewählt wurde. Trotzdem ist anzunehmen, dass Dodik weiterhin das Sagen in der Republika Srpska hat und Orbán mit ihm in Kontakt bleiben wird.
Mit einer Wahl von Magyar Péter würden diese Beziehungen zur Republika Srpska wohl etwas abkühlen und es ist zu hoffen, dass es dann doch zu einer eindeutigen konstruktiven ungarischen Außenpolitik in Richtung Bosnien-Herzegowina käme, die einen EU-Beitritt des Landes uneingeschränkt fördert.
Kosovo
1999 beteiligte sich Ungarn nur begrenzt an der NATO-Invasion gegen Serbien. Es stellte zwar den Luftraum und seine Militärbasen zur Verfügung, aber es beteiligte sich aus Angst vor Repressalien gegenüber der ungarischen Minderheit in Serbien nicht an den Kampfhandlungen.2008 erkannte Ungarn Kosovo als unabhängigen Staat an. Seit 1999 entsendetUngarn militärisches Personal für die KFOR-Truppen im Kosovo.
Die Bemühungen Kosovos um eine Mitgliedschaft im Europarat werden von Ungarn bewusst verhindert. Im Januar 2023 stimmte Ungarn gegen eine Aufnahme des Kosovo in den Europarat mit der Begründung, dass zuvor eine Lösung über die Rechte der serbischen Minderheit im Norden des Landes gefunden werden müsse (Aradi, 10.01.2023). Letztlich sprach sich im März 2024 die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PACE) für eine Aufnahme des Kosovos aus, was von ungarischer Seite nicht verhindern werden konnte. Derzeit weigert sich jedoch der kosovarische Premierminister Kurti, Statuten für einen Verband der Gemeinden mit serbischer Bevölkerungsmehrheit (Association of Serb-Majority Municipalities, ASMM) dem Europarat zukommen zu lassen.
Obwohl Ungarn gute diplomatische Beziehungen zu Kosovo pflegt, würde Orbán diese für Serbien opfern. Trotz verbesserter wirtschaftlicher Beziehungen zwischen Kosovo und Ungarn in den letzten Jahren bleibt Serbien der wichtigere Partner (Pérez, 16.05.2024). Die Besuchsdiplomatie zwischen den beiden Ländern wird nicht forciert, wobei gegenseitige Besuche auf präsidialer Ebene seit 2022 stattfanden (President of the Republic of Kosovo, k.A). Die Kontakte spielen sich somit eher auf der repräsentativen Ebene oder auf der Fachebene ab, insbesondere in Bezug auf die ungarischen KFOR-Truppen. Für Orbán gestaltet sich die Politik schwierig, da Ungarn einerseits die guten Beziehungen zu Serbien wahren möchte, andererseits auch seinen NATO-Verpflichtungen nachkommen muss.
Ein Regierungswechsel in Budapest könnte sich positiv auf die Beziehungen zum Kosovo auswirken, sofern es seitens Ungarns zu einem Umdenken kommt und beide Staaten – Kosovo und Serbien – gleichbehandelt werden. Kosovo könnte einen echten „honest broker“ gut gebrauchen.
Montenegro
Ungarn pflegt seit der Unabhängigkeit Montenegros 2006 sehr gute Kontakte mit dem Land. Ein möglicher baldiger Beitritt zur EU wird von Ungarn durchaus begrüßt. Im Oktober 2024 besuchte Premierminister Milojko Spajić Budapest für Gespräche mit Orbán (About Hungary 24.10.2024) und im Juli 2025 unterzeichneten beide ein zwischenstaatliches Regierungsabkommen zur Unterstützung der Modernisierung der montenegrinischen Infrastruktur, der Eisenbahn sowie zur administrativen Hilfestellung bei Reformen (Government of Montenegro 01.07.2025). Die wirtschaftliche Zusammenarbeit wird ebenso forciert, da ungarische Firmen größere Investitionen in Montenegro in den Bereichen IT, Telekommunikation und im Finanzsektor getätigt haben (Government of Montenegro, 18.06.2025).
Zwischen Ungarn und Montenegro gibt es keine politischen Konfliktpunkte und die wirtschaftliche Zusammenarbeit läuft für beide Seiten positiv. Die Beziehungen zu Montenegro würden sich auch unter einem möglichen anderen ungarischen Premierminister im Wesentlichen nicht ändern. Auch für Magyar Péter ist die Stärkung und der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Westbalkanstaaten ein Anliegen.
Was würde eine Tisza-Regierung vom Westbalkan wollen?
Für Tisza liegt der Fokus eindeutig auf der Innenpolitik, da im Falle eines Regierungswechsels eine Vielzahl an schwierigen Aufgaben auf eine neue Regierung zukommen würden. Ungarn wird weiterhin an der EU-Erweiterung der Westbalkanstaaten, sowie von Moldau und Georgien festhalten, wobei zumindest ein beschleunigter EU-Beitritt der Ukraine derzeit auch von Tisza nicht unterstützt wird. Tisza vertrat bei Abstimmungen im EU-Parlament in Bezug auf die Ukraine oft die gleiche Linie wie Fidesz und stimmte nicht mit der Europäischen Volkspartei (Maurice, 13.02.2026). Die Priorität für Tisza gegenüber den Westbalkanstaaten ist, neue Marktchancen für ungarische Firmen in der Region ausfindig zu machen, die Handelsbeziehungen zu stärken und bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen zu den Balkanstaaten auszubauen (Tisztelet és Szabadság Párt 2026,52).
Eine Tisza-Regierung müsste wohl die Beziehungen zu Serbiens Präsidenten Vučić und zur Republika Srpska überdenken, und die Beziehungen zum Gesamtstaat Bosnien-Herzegowina und Kosovo auf neue Beine stellen, um eine ausgeglichene Politik gegenüber allen Staaten der Region umzusetzen.
Fazit:
Die Politik der Orbán-Regierung gegenüber den Staaten des Westbalkan legt einen Schwerpunkt auf die Unterstützung autokratischer Führungspersönlichkeiten und den Ausbau von wirtschaftlichen Beziehungen, um den Einfluss Ungarns zu stärken und ungarische Interessen durchzusetzen. Im Notfall bietet Orbán Politikern aus der Region auch Schutz in Ungarn. Die großzügigen Kredite für die Republik Srpska und die politische Unterstützung von Vučićs Regime durch die Allianz der Vojvodina-Ungarn stärkten anti-demokratische Entwicklungen in den Ländern. Die engen Beziehungen zum Gruevski-Regime und die finanzielle Unterstützung der VMRO-DPMNE durch Orbán hinterlassen einen negativen Beigeschmack. Orbán verfolgte nicht nur ungarische Interessen, indem er die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern angekurbelt hat, sondern sah darin auch eigene Vorteile durch politischen Einfluss und Loyalität.
Falls Orbán am 12. April abgewählt wird, könnte das in den Balkan-Staaten als Zeichen des Endes der illiberalen oder autokratischen Welle gewertet werden und einen „snowball effect“ der (Re-)Demokratisierung auslösen. Die 4. Welle der Demokratisierung könnte in Budapest beginnen.
Christina GRIESSLER
Literatur
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Ungarn heute (18.12.2023): Ungarn in Serbien erreichen ihre Wahlziele, URL: https://ungarnheute.hu/news/ungarn-in-serbien-erreichen-ihre-wahlziele-47391/ (Stand 02.04.2026).
