Antiziganismus im Film _ Vortrag von Dr. Andra Draghiciu

24. Nov 2026, 18:30 – 19:30

Andrássy-Saal, Andrássy Universität Budapest, H-1088, Budapest, Pollack Mihály tér 3.

Anmeldefrist: 23. Nov 2026

Art der Veranstaltung: Öffentlich

Vortragende/r (extern): Dr. Andra Drăghiciu

Partner(n): Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Veranstalter (uniinterne Organisationseinheit): Mitteleuropa-Zentrum

Sprache(n): Deutsch

Antiziganismus im Film: Macht, Darstellung und Selbstrepräsentation von Sinti* und Roma*

Sinti* und Roma* sind seit Jahrhunderten Teil der Gesellschaften Mitteleuropas – zugleich ist ihre Geschichte von tief verwurzelten Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung geprägt. Diese gesellschaftlichen Verhältnisse spiegeln sich in medialen Bildern wider und werden gleichzeitig durch diese mitgeprägt und stabilisiert. Film und andere Medien tragen damit dazu bei, Vorstellungen über Sinti* und Roma*  zu erzeugen, zu verbreiten und zu verfestigen.

Wer hat die Macht, Geschichten über Sinti* und Roma* zu erzählen – und welche Bilder entstehen dabei? Der Vortrag zeichnet die Geschichte des Antiziganismus im Film nach und untersucht, wie sich antiziganistische Vorstellungen in Stereotypen, Motiven, Narrativen und filmischen Ästhetiken zeigen. Dabei geht es auch um die Frage, wer hinter der Kamera steht, aus welcher Perspektive erzählt wird und wer die Deutungshoheit über die Darstellung hat.

Ein weiterer Blick gilt der Selbstrepräsentation: Was verändert sich, wenn Sinti* und Roma* selbst ihre Geschichten erzählen und ihre Perspektiven sichtbar machen? Der Vortrag lädt dazu ein, vertraute Filmbilder kritisch zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie der visuelle Rahmen des Antiziganismus aufgebrochen werden kann.

Vortragende:

Dr. Andra Drăghiciu ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Critical Film & Image Hub der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg. Sie promovierte 2016 an der Fakultät für Mitteleuropäische Studien der Andrássy Universität Budapest. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte Mittel- und Osteuropas im 20. Jahrhundert, insbesondere Jugend-Subkulturen, Oral History und Erinnerungskultur. Am Critical Film & Image Hub beschäftigt sie sich mit visuellem Antiziganismus und engagiert sich für Wissenstransfer und kritische Medienkompetenz. Ihr Buch über Jugend-Subkulturen in der Sozialistischen Republik Rumänien wurde 2020 mit dem Richard-G.-Plaschka-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Geschichte Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas ausgezeichnet.

Das Anmeldeformular finden Sie: HIER

Ort – Andrássy-Saal, Andrássy Universität Budapest

Adresse:

H-1088, Budapest, Pollack Mihály tér 3.

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